KVS GmbH

KVS-Mann wird vom Jakobsweg in die Knie gezwungen

27. Mai 2019

Rainer Maria Heib kehrt nach einer Woche aus Spanien zurück

Es hat nicht sollen sein – Rainer Maria Heib (65) aus Lisdorf, KVS Facility-Manager, wollte den Jakobsweg über 820 km im Mai erobern, ist aber nach einer Woche wieder daheim im Saarland. Wie konnte es dazu kommen?

Ganz einfach: nach der 4. Etappe in Pamplona war Schluss, da machten seine Knie einfach nicht mehr mit. Höllische Schmerzen, er konnte die Berge nur noch rückwärts runter gehen, am Ende einfach sinnlos. „Die letzte Etappe für mich ging nur steil bergauf und bergab, dabei wahnsinnige Schmerzen. Ich hatte schon die Nacht davor die dreifache Schmerztablettendosis genommen. Beim Dopingtest wäre ich durchgefallen.“ Mit dem Bus ging es dann nach Madrid, von da mit dem Nachtflieger nach Düsseldorf. Wieder zuhaus gibts jetzt Salben vom Physiotherapeuten und die Hoffnung, dass die gereizten Knie sich wieder erholen.

Dennoch hat er alles richtig gemacht: da er für das St. Barbara Hospiz in Bous mit seiner Friedens-Wanderung Spenden gesammelt hat, sind schon jetzt einige tausend Euro zusammen gekommen. Mission geschafft! Natürlich hätte er sich auch selber gerne den Traum vom kompletten Jakobsweg erfüllt, aber die Gesundheit geht nun mal vor und steht über allem. Heib: „Ich bin da sicher auch etwas blauäugig rangegangen, aber die teilweise extremen Steigungen mit rutschigem Untergrund gerade auf den ersten Etappen des Weges lassen sich zuhause einfach schlecht simulieren.“

Eines hat ihn die Tour sowieso gelehrt: „Mit Pilgern hat das ganze eh nix mehr zu tun, es werden von Jahr zu Jahr mehr Pilger, der Kollaps steht irgendwann bevor. Die Leute übernachten zum Teil auf den blanken Bänken vor den vollen Herbergen. Ich war niemals irgendwo allein, immer Leute um mich rum. Schon die Züge auf der Anreise waren mit Pilgern überfüllt, ich wäre da schon am liebsten zurückgefahren. Der Sinn ist verloren gegangen.“ Woher kommt der Massentourismus? „Viele Bücher und Filme über den Jakobsweg in vielen Ländern, das Thema ist nicht nur bei uns durch Hape Kerkeling unheimlich populär geworden.“

Was nimmt er mit? „Viele nette Grüße und Wünsche, ganz viele tolle Leute, die ich dort auf meinen 85 Kilometern getroffen habe. Eine Wiederholung wird´s aber nicht geben, ich bin an meine körperliche Belastungsgrenze gekommen.“ Das Wichtigste: er hat es versucht und am Ende die vernünftige Entscheidung getroffen, abzubrechen. Auch diese Entscheidung muss man erstmal treffen.

 

 

Für Rückfragen: Katharina Lauer 06831-9402 52

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